Die innovative Rolle von Suffizienz in der Stadt- und Landschaftsplanung

WENIGER IST MEHR – Teil 1/4 KAP Forum Newsletter



Andreas Kipar, Gründer der Landschaftsberatung LAND, fordert ein radikales Umdenken in der Stadt- und Landschaftsplanung: Weg vom permanenten Wachstum und Neubau, hin zu Maßhalten, Erhalt und intelligenter Nutzung des Bestehenden. Da die Bauwirtschaft zu den stärksten Treibern von Ressourcenverbrauch und Flächenversiegelung gehört, sieht er Suffizienz als Schlüssel zu zukunftsfähigen Städten. Natur müsse dabei als aktiver Partner verstanden werden – sie kühlt, filtert, stärkt die Resilienz und schafft soziale Räume. Entsiegelung, Renaturierung, Wasserrückhalt und naturbasierte Lösungen sind längst möglich, aber politisch noch zu wenig gewollt. Kipar plädiert für Maßnahmen wie regionale Flächenbudgets und eine Netto-Null-Versiegelung, getragen von Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Landschaft versteht er als Instrument, das den Wandel von reiner Infrastrukturlogik zu naturraumorientiertem Denken ermöglicht. Suffizienz bedeutet für ihn Gemeinwohlorientierung: Die Frage, was wir wirklich brauchen, lässt sich nur gemeinsam beantworten.

WENIGER IST MEHR

Teil 1/4 KAP Forum Newsletter
www.kap-forum.de/weniger-ist-mehr-teil-01/


Andreas Kipar, Architekt, Landschaftsarchitekt und Stadtplaner, Quelle: Ralph Richter
Andreas Kipar, Architekt, Landschaftsarchitekt und Stadtplaner, Quelle: Ralph Richter

Jobs

ähnliche Beiträge

Institut Bauen und Umwelt, DIN und DIN Media vereinbaren Kooperation

Kooperation von IBU, DIN und DIN Media zur Weiterentwicklung produktbezogener Umweltinformationen und zur Stärkung von Qualität und Vergleichbarkeit.

Einspruch #2 Gebäudemodernisierungsgesetz & Infrarotheizung

Interview zum Gebäudemodernisierungsgesetz, zur Biogastreppe und zur Infrarotheizung sowie zu Folgen für Wärmewende, Kosten und Gebäudebestand.

Einfach Um-Bauen: Neue Wege für die energetische Sanierung im Wohnungsbestand

Studie zur energetischen Sanierung im Wohnungsbestand: Wärmepumpen, gezielte Dämmung und wirtschaftliche Maßnahmen senken CO₂ im Gebäudesektor.