Blau-grüne Elemente zur Verbesserung klimaresistenter Städte

Vorteile, Grenzen und Möglichkeiten der Kopplung von Modellierungsinstrumenten

Im Beitrag wird ein umfassender Überblick über die derzeit verfügbaren prozessbasierten Modelle für blau-grüne Infrastrukturen zur Bewertung des Kühlungspotenzials, des Regenwasser- und Verschmutzungsschutzes, der Kohlenstoffsequestrierung und der Wasserversorgung gegeben. Die Bewertung der Modellierungswerkzeuge für blau-grüne Elemente (BGE) dokumentiert, dass es derzeit kein prozessbasiertes Modell für die gleichzeitige Bewertung und Optimierung mehrerer Ökosystemleistungen von BGEs gibt.

Um Kopplungsoptionen zu bewerten, wurde in dieser Studie eine Meta-Analyse zur Modellinteroperabilität durchgeführt, indem die Modellskalen, Treiber, Überschneidungen, Lücken und Schnittstellen dieser Modelle für BGEs bewertet wurden. Die Meta-Analyse der Modelle zeigt die konzeptionellen und konstruktiven Einschränkungen auf, die eine einfache Modellkopplung und damit eine integrierte Bewertung von Ökosystemleistungen verhindern. Die Einschränkungen ergeben sich aus sehr unterschiedlichen disziplinären Ansätzen verschiedener wissenschaftlicher Gemeinschaften, die an der Modellentwicklung beteiligt sind, aus Unterschieden bei der Simulation von Transformations- und Transportprozessen an städtischen Schnittstellen, die für BGEs relevant sind, und aus grundlegenden Divergenzen bei den räumlichen und zeitlichen Skalen und Zeitschritten der bestehenden Modelle für einzelne Ökosystemdienstleistungen. Insbesondere das Fehlen von Vegetationsmodellen, die auf BGEs zugeschnitten sind, behindert die derzeitigen Modellentwicklungen für prozessbasierte Werkzeuge für mehrere Ökosystemdienstleistungen, die in der Lage wären, mit instationären Klimabedingungen umzugehen, einschließlich Rückkopplungsbewertungen der Auswirkungen von Dürre und Hitzewellen auf die Funktionsweise von BGEs.


Paton, E. et al. (2025) Merits, limits and preposition of coupling modelling tools for blue-green elements to enhance the design of future climate-resilient cities. Environ. Res. Lett. 20, 043002. http://dx.doi.org/10.1088/1748-9326/adbfa9

Jobs

ähnliche Beiträge

Institut Bauen und Umwelt, DIN und DIN Media vereinbaren Kooperation

Kooperation von IBU, DIN und DIN Media zur Weiterentwicklung produktbezogener Umweltinformationen und zur Stärkung von Qualität und Vergleichbarkeit.

Einspruch #2 Gebäudemodernisierungsgesetz & Infrarotheizung

Interview zum Gebäudemodernisierungsgesetz, zur Biogastreppe und zur Infrarotheizung sowie zu Folgen für Wärmewende, Kosten und Gebäudebestand.

Einfach Um-Bauen: Neue Wege für die energetische Sanierung im Wohnungsbestand

Studie zur energetischen Sanierung im Wohnungsbestand: Wärmepumpen, gezielte Dämmung und wirtschaftliche Maßnahmen senken CO₂ im Gebäudesektor.