Tilmann Jarmer, Anne Niemann, Laura Franke, Johannes Sack · 27.4.2022
Bauen wird immer komplexer. Dies überfordert Planer und Baufirmen, aber v. a. auch die späteren Nutzer. Die TU München hat das einfache Bauen erforscht und die Erkenntnisse zusammen mit der B&O-Gruppe in drei Forschungshäusern aus Holz, Mauerwerk und Infraleichtbeton angewandt.
Ausgehend von der Relevanz der Forschung und den Herausforderungen für die Gesellschaft werden die immensen Chancen aufgezeigt, die aus Hochtechnologieforschung im Bauen für die Gesellschaft entstehen.
In den letzten Jahren wurde als Alternative zu den etablierten Verstärkungsverfahren immer öfter der ressourcensparende Verbundwerkstoff Carbonbeton eingesetzt. Mit Carbonbeton konnten und können auch in Zukunft Bestandsbauwerke erfolgreich instand gesetzt oder verstärkt werden.
Empfehlung der Redaktion: Das Bauwesen ist verantwortlich für ca. 40 % der globalen CO2-Emissionen. Als Ingenieur:innen haben wir die Verantwortung und Möglichkeiten, diesen Wert wesentlich zu beeinflussen.
Die britische Institution of Structural Engineers bietet auf ihrer Webseite umfangreiche Informationen unter dem Stichwort Climate emergency an. Diese sind, nomen est omen, primär für Tragwerksplaner:innen gedacht.
Das nachhaltige Bauen umfasst dabei verschiedene Ebenen, beginnend bei der Produktion und Verwendung einzelner Bauprodukte über die Konzeptionierung von Gebäuden bis zur Quartiers- und Verkehrswegeplanung.
Der früher schmucklose „Kasten“ wurde so klug ertüchtigt, aufgestockt und umgestaltet, dass die DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – das „neue alte“ Gebäude mit einem Zertifikat in Gold auszeichnete.
In Kombination mit den freigelegten Ziegeln entsteht ein transformiertes Gebäude, das vom Flair des Unperfekten gleichermaßen wie von der minimalistischen Ästhetik lebt.
Die Aufgaben der Normung werden in Zusammenhang mit der Nachweisführung zur Einhaltung von Zielen des nachhaltigen Bauens noch anwachsen. Alle Akteure sind aufgerufen, die Konformität ihres Handels mit den einschlägigen Normen zu deklarieren.
Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) rufen zur Teilnahme an der neuen Förderrunde des Innovationsprogramms Zukunft Bau auf.
Im September 2022 findet mit der SBE22 eine Konferenz zu Themen des nachhaltigen Bauens sowie der nachhaltigen Quartiers- und Stadtentwicklung in Berlin statt.
Für die deutsche Bauwirtschaft ist es eine handfeste Herausforderung, 400.000 Wohnungen in diesem und in den kommenden drei Jahren neu zu bauen – jede vierte davon eine Sozialwohnung.
Im Rahmen des internationalen Hochschulwettbewerbs Solar Decathlon Europe veranstalten am 22. Juni 2022 buildingSMART Deutschland und der VDI in Kooperation mit dem BIM Institut der Bergischen Universität Wuppertal den Green BIM Tag.
Nordrhein-Westfalen hat sich beim Energie- und Klimaschutz neu aufgestellt und bündelt alle entsprechenden Aktivitäten unter dem Dach der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate.
Thermische Speicher lassen sich in Quartiersprojekten wirtschaftlich integrieren und können damit zu einer klimaneutralen Energieversorgung beitragen – das ist das zentrale Ergebnis der Studie Thermische Energiespeicher für Quartiere.
Die Baubranche muss ihren Anteil am Ressourcenverbrauch, an der Erzeugung von Abfall und an der CO2-Emission deutlich reduzieren, fordert die Bayerische Ingenieurekammer-Bau.