
Der Deutsche Verband für Facility Management (gefma) und der German Council of Shopping Places (GCSP) haben das gemeinsame Projekt „SustainFM Retail“ gestartet. Ziel ist die Weiterentwicklung des bestehenden Managementsystems SustainFM für die besonderen Anforderungen von Handelsimmobilien. Mit dem Ansatz sollen Qualität und Leistungsfähigkeit des Immobilienbetriebs systematisch bewertet, Verbesserungspotenziale identifiziert und Maßnahmen zur Steigerung von Wirtschaftlichkeit, Werterhalt und langfristiger Wertentwicklung abgeleitet werden.
Das Vorhaben baut auf einer bereits bestehenden Kooperation der beiden Verbände auf. SustainFM Retail soll eine gemeinsame Bewertungs- und Entscheidungsgrundlage für Asset-, Property- und Facility-Management schaffen. Betreiber und Eigentümer sollen damit den laufenden Betrieb regelmäßiger analysieren, Schwachstellen erkennen und Optimierungsmöglichkeiten gezielter umsetzen können.
Hintergrund ist die zunehmende Komplexität von Handelsstandorten. Hohe Besucherfrequenzen, unterschiedliche Nutzungen, Lieferverkehre sowie Anforderungen an Reinigung, Sicherheit und Gebäudetechnik wirken unmittelbar auf Betriebskosten, Energieverbrauch und Aufenthaltsqualität. SustainFM Retail soll diese Zusammenhänge transparenter machen und Handlungsmöglichkeiten für die verschiedenen Akteure entlang der Wertschöpfungskette aufzeigen. Asset-Manager sollen fundiertere Grundlagen für Investitions- und Strategieentscheidungen erhalten, während Property- und Facility-Management Kosten, Dienstleistungen und technische Abläufe systematischer bewerten und steuern können.
Methodische Grundlage ist die Richtlinie GEFMA 160. Das System betrachtet den Immobilienbetrieb in den fünf Dimensionen Organisation, Ökonomie, Ökologie, Soziokultur und Technik. Neben Nachhaltigkeitskennzahlen fließen dabei auch Betriebskonzepte, Prozesse, Dienstleisterverträge sowie Verantwortlichkeiten in die Bewertung ein.
An der Weiterentwicklung der Methodik beteiligen sich STRABAG Property and Facility Services, WISAG und SustainProperty Advisory. Die MEC begleitet das Projekt als operativer Partner und bringt Erfahrungen aus dem Management von Handelsstandorten ein. Erste Praxistests sind an einem Fachmarktzentrum vorgesehen. Dort soll überprüft werden, wie sich die Methodik im laufenden Betrieb anwenden lässt und welche konkreten Verbesserungsmaßnahmen daraus abgeleitet werden können.


