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Stadtregal in Wien: Holzhybridbau für ein vielfältiges Wohnensemble
Das Projekt Stadtregal im Wiener Quartier Village im Dritten bündelt unterschiedliche Wohn- und Arbeitsformen in einem urbanen Kontext. Bauherr ist die ARWAG Holding AG, die auf Bauplatz 10 vier Gebäude mit unterschiedlichen Höhen und Nutzungsstrukturen errichtet hat. Das Ensemble verbindet leistbaren Wohnraum mit flexiblen Grundrissen, ökologischen Kreisläufen und gemeinschaftlicher Nutzung. Rubner Ingenieurholzbau zeichnet für die Entwicklung und Umsetzung eines Teils der Holzfassaden verantwortlich.
Bild 1 Das Wiener Projekt Stadtregal bündelt verschiedene Wohn- und Arbeitsformen, Quelle: ©AnnABlaU Bild 1 Das Wiener Projekt Stadtregal bündelt verschiedene Wohn- und Arbeitsformen.
Die vier Gebäude des Projekts Stadtregal wurden um einen ruhigen, begrünten Innenhof errichtet und umfassen neben flexiblen Arbeits- und Wohneinheiten auch temporäre Starterwohnungen, studentische Wohngemeinschaften, Maisonetten und Townhouses sowie Freiräume und Begegnungszonen für ein vielseitig nutzbares Umfeld. Die unterschiedlichen Höhen der nach Westen ausgerichteten Gebäude reagieren sowohl auf die lärmintensive Umgebung als auch auf die Abendsonne. Das architektonische Konzept stammt von Gerner Gerner Plus und heri&salli. Für die Tragwerksplanung zeichnet die DPS Dorr-Schober & Partner ZT G.m.b.H. verantwortlich. Die bauliche Ausführung wurde von der Voitl & Co. Baugesellschaft m.b.H. übernommen.
Bild 2 Das Stadtregal bietet flexible Arbeits- und Wohneinheiten, Quelle: ©AnnABlaU
Vorfertigung der Außenwände aus vorvergrauter Fichte
Für das Stadtregal wurden zwei Gebäude in Holzhybridbauweise mit Fassaden von Rubner realisiert. Die Außenwände aus vorvergrauter Fichte wurden im Werk in Ober-Grafendorf produziert: Fenster, Fensterbänke sowie Sonnenschutz wurden werkseitig integriert. Zwei Wandtypen kamen zum Einsatz: einer für die Montage auf bestehenden Betonwänden – sowohl als Ersatz für ein klassisches Wärmedämmverbundsystem als auch als visueller Blickfang –, der andere für die Installation zwischen den Betonstützen, als nichttragende, raumabschließende Außenwände mit Anforderungen an Brand- und Schallschutz.
Bild 3 Das Stadtregal bietet flexible Arbeits- und Wohneinheiten, Quelle: ©AnnABla
Angepasste Montageabläufe und Hebetechniken
Die Montage der vorgefertigten Elemente stellte aufgrund der innerstädtischen Baustelle besondere Anforderungen an Planung und Logistik. Unterschiedliche Einbausituationen – etwa bei Fassadenelementen zwischen Balkonen – erforderten angepasste Montageabläufe und Hebetechniken. In einzelnen Bereichen wurden die Elemente mithilfe von Seilwinden in Position gebracht. Zudem kamen leichte Arbeitsbühnen mit großer Reichweite zum Einsatz, um den beengten Platzverhältnissen auf der Baustelle gerecht zu werden.
Das Stadtregal zeigt exemplarisch, wie Holzhybridbauweisen Nachhaltigkeit, Nutzungsflexibilität und einen hohen Vorfertigungsgrad in urbanen Wohnprojekten verbinden können.


