1. Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB e.V., und Daniel Imhäuser, Initiator des Circle. Quelle: DGNB
Die [Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen](/glossary/deutsche-gesellschaft-fuer-nachhaltiges-bauen/) (DGNB) und das Netzwerk Circle haben eine strategische Partnerschaft vereinbart. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Kreislaufwirtschaft im Bausektor weiter voranzubringen, vorhandenes Fachwissen zu bündeln und die praktische Umsetzung zirkulärer Lösungen deutlich zu beschleunigen. Die Kooperation umfasst einen intensiven fachlichen Austausch, die Mitarbeit in ausgewählten Gremien sowie die gemeinsame Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Fachformaten.
Beide Organisationen verfolgen das gemeinsame Ziel, die Transformation hin zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft in der Bau- und Immobilienwirtschaft zu beschleunigen. Durch die stärkere Vernetzung von Wissen, Akteuren und konkreten Projekten sollen zirkuläre Lösungen künftig einfacher, wirtschaftlicher und in größerem Maßstab umgesetzt werden können. Gleichzeitig soll die verstärkte Nachfrage dazu beitragen, Recyclingbauprodukte breiter verfügbar und kostengünstiger zu machen.
Die DGNB bringt als Europas größtes Netzwerk für nachhaltiges Bauen mit mehr als 2.800 Mitgliedsorganisationen ihre Erfahrung in der Bewertung, Systematisierung und Vermittlung nachhaltiger Bauweisen in die Partnerschaft ein. Circle ergänzt dies durch seinen Fokus auf die praktische Umsetzung von Kreislaufwirtschaft. Das Netzwerk vereint bereits mehr als 90 Unternehmen aus Bau- und Entsorgungswirtschaft, die gemeinsam Pilotprojekte entwickeln und Innovationen für zirkuläres Bauen vorantreiben.
Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Überzeugung, dass Kreislaufwirtschaft nur dann flächendeckend etabliert werden kann, wenn Wissen, Anwendung und Zusammenarbeit eng miteinander verbunden werden. Durch die Zusammenarbeit sollen bestehende Netzwerke stärker verknüpft, Fachwissen leichter zugänglich gemacht und innovative Ansätze schneller in reale Projekte überführt werden. Geplant ist, Synergien aus gemeinsamer Gremienarbeit, Veranstaltungen und weiteren Austauschformaten gezielt zu nutzen.
„Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft werden nur dann zur Selbstverständlichkeit in der Baupraxis, wenn die relevanten Akteure gemeinsam handeln und voneinander lernen. Genau dafür schafft diese Partnerschaft eine wichtige Grundlage“, betonen beide Organisationen. Die DGNB profitiert dabei insbesondere von der im Circle gebündelten Umsetzungskompetenz, während Circle die methodische Stärke, Reichweite und Expertise der DGNB nutzen kann.
Mit der strategischen Partnerschaft setzen beide Netzwerke ein deutliches Signal für mehr Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Bauens. Ziel ist es, den Wandel zu einer ressourcenschonenden und zirkulären Bauwirtschaft weiter zu beschleunigen und konkrete Lösungen schneller in die Praxis zu bringen.


