Quelle: Optigrün
Hitzewellen mit Temperaturen von über 40 Grad, ausgetrocknete Böden und Starkregenereignisse stellen Städte zunehmend vor große Herausforderungen. Ende Juni 2026 wurden an 46 deutschen Wetterstationen Temperaturen von mehr als 40 Grad gemessen. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts kostete diese Hitzewelle rund 5.100 Menschen das Leben. Damit wird deutlich: Extreme Hitze ist längst kein Ausnahmeereignis mehr, sondern entwickelt sich zur neuen Normalität.
Vor diesem Hintergrund fordert Optigrün ein Umdenken im Umgang mit Wasser in urbanen Räumen. Statt Regenwasser möglichst schnell abzuleiten, müsse es als wertvolle Ressource betrachtet und gezielt genutzt werden. Unterstützung erhält dieser Ansatz durch die Wasserresilienzstrategie der Europäischen Kommission von 2025, die Wassereffizienz als zentrale Priorität definiert.
Nach Angaben des Unternehmens sind die dafür notwendigen Infrastrukturen vielerorts bereits vorhanden. Retentionsdächer und Tiefbauspeicher, die bislang vor allem dem Überflutungsschutz dienen, könnten durch intelligente Steuerung zusätzlich als Wasserreservoir für Trockenzeiten genutzt werden. Digitale Systeme verknüpfen dabei Wetterprognosen, Sensoren und automatisierte Regelungstechnik, um Speicherkapazitäten bedarfsgerecht bereitzustellen. Vor Starkregenereignissen werden Speicher gezielt freigemacht, während in Trockenphasen möglichst viel Wasser zurückgehalten und für die Bewässerung oder Verdunstungskühlung genutzt wird.
Besonders wirksam wird dieser Ansatz durch die Vernetzung verschiedener Flächen und Speicher. Aus einzelnen Retentionsdächern und Speichersystemen entsteht so ein dezentrales Regenwassermanagement, das Überflutungsschutz, nachhaltige Bewässerung und Kühlung miteinander verbindet. Nach Auffassung von Optigrün stärkt diese blau-grüne Infrastruktur die Widerstandsfähigkeit von Städten gegenüber den Folgen des Klimawandels und verbessert zugleich die Lebensqualität.
Zudem verweist das Unternehmen auf aktuelle Forschungsergebnisse zu Gründächern. Neben ihrem Beitrag zum Überflutungsschutz, zur Biodiversität und zur Verbesserung des Mikroklimas könnten sie auch den sommerlichen Wärmeschutz deutlich stärker unterstützen als bislang angenommen. Eine höhere Substratfeuchte sowie die thermische Trägheit des Dachaufbaus helfen dabei, Wärmespitzen abzufangen. Je nach Gebäudetyp und klimatischen Bedingungen seien sogar deutliche Einsparungen beim Kühlenergiebedarf nachgewiesen worden.
Für Optigrün steht deshalb fest: Die technischen Lösungen für eine klimaresiliente Stadt sind verfügbar. Retentionsdächer, vernetzte Speicher und intelligente Steuerungssysteme nutzen bestehende Infrastruktur effizient und ermöglichen einen nachhaltigen Umgang mit Regenwasser. Entscheidend sei nun, Regenwasser nicht länger als Problem, sondern als Ressource zu betrachten und entsprechende Konzepte stärker in Planung und Politik zu verankern.


