Verantwortung beginnt im Bestand: Leitprinzip einer neuen Baukultur

Teil 4/5 KAP Forum Newsletter



Tim Sassen, CEO der Greyfield Group, betont die wachsende Bedeutung der Suffizienz als Leitprinzip nachhaltiger Stadtentwicklung. Neben Effizienz und Konsistenz rückt die Frage nach dem angemessenen Maß in den Fokus. Die Greyfield Group versteht Suffizienz als gelebte Praxis, indem sie Bestandsgebäude weiterentwickelt statt neu zu bauen. Dies ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern oft auch wirtschaftlich vorteilhaft, da vorhandene Strukturen, Lagen und Infrastrukturen genutzt werden. Angesichts steigender Baukosten, knapper Flächen und wachsender Regulierung gewinnt der Bestand zusätzlich an Relevanz. Entscheidend ist ein Perspektivwechsel: weg vom Defizitblick hin zur Wertschätzung bestehender Gebäude als Ressource. Neue Bewertungsinstrumente und Rahmenbedingungen sollen diese Sicht stärken. Suffizienz erfordert zudem kulturelle und politische Veränderungen – sie bedeutet keinen Verzicht – sondern mehr Qualität, Identität und Zukunftsfähigkeit im Bauen.


Timm Sassen CEO der Greyfield Group, Gründungsinitiator des Verbandes für Bauen im Bestand und Vorstand von Baukultur NRW; Quelle: Greyfield
Timm Sassen CEO der Greyfield Group, Gründungsinitiator des Verbandes für Bauen im Bestand und Vorstand von Baukultur NRW; Quelle: Greyfield

WENIGER IST MEHR

Teil 4/5 KAP Forum Newsletter

KAP Forum Weniger ist mehr Teil 4

Jobs

ähnliche Beiträge

Institut Bauen und Umwelt, DIN und DIN Media vereinbaren Kooperation

Kooperation von IBU, DIN und DIN Media zur Weiterentwicklung produktbezogener Umweltinformationen und zur Stärkung von Qualität und Vergleichbarkeit.

Einspruch #2 Gebäudemodernisierungsgesetz & Infrarotheizung

Interview zum Gebäudemodernisierungsgesetz, zur Biogastreppe und zur Infrarotheizung sowie zu Folgen für Wärmewende, Kosten und Gebäudebestand.

Einfach Um-Bauen: Neue Wege für die energetische Sanierung im Wohnungsbestand

Studie zur energetischen Sanierung im Wohnungsbestand: Wärmepumpen, gezielte Dämmung und wirtschaftliche Maßnahmen senken CO₂ im Gebäudesektor.