1. Nominiertes Projekt für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur 2026: Moabiter Kinderhof, Berlin. Quelle: Werner Huthmacher1. Nominiertes Projekt für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur 2026: Moabiter Kinderhof, Berlin. Quelle: Werner Huthmacher

Neun Projekte haben es in die Endauswahl des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Architektur 2026 geschafft. Die von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis ausgezeichneten Vorhaben stehen beispielhaft für eine Architektur, die ökologische Verantwortung, soziale Qualität und wirtschaftliche Tragfähigkeit miteinander verbindet. Auffällig ist in diesem Jahr der hohe Anteil sanierter Bestandsgebäude sowie Projekte, die konsequent auf Lowtech-Konzepte und die Wiederverwendung von Materialien setzen.

„Orte für Menschen“ lautet das Leitmotiv der diesjährigen Nominierungen. Nach Ansicht der Jury zeigen die ausgewählten Projekte, wie nachhaltige Architektur lebenswerte Räume schaffen kann, die sowohl den Bedürfnissen ihrer Nutzerinnen und Nutzer als auch den Anforderungen an Klimaschutz und Ressourcenschonung gerecht werden.

Zu den nominierten Bildungs- und Gemeinwesenprojekten zählen der Moabiter Kinderhof in Berlin, die Josef-Schwarz-Schule in Heilbronn und die neue Feuerwache Kaiserswerth in Düsseldorf. Sie stehen exemplarisch für einen ressourcenschonenden Umgang mit Material und Fläche sowie für zeitgemäße Konzepte des öffentlichen Bauens.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden Projekte, die mit einfachen technischen Lösungen hohe Nachhaltigkeitsstandards erreichen. Dazu gehören das Bürogebäude ZERO. in Stuttgart, das Verwalterinnenhaus der Komturei Werben in Sachsen-Anhalt sowie der Umbau des Kultur- und Kommunikationszentrums naTo in Leipzig. Hier überzeugen insbesondere innovative Lowtech-Ansätze, die Revitalisierung bestehender Gebäude und die konsequente Integration von Re-Use-Strategien.

Auch der Wohnungsbau ist mit drei Projekten vertreten: dem Leipziger Wohnprojekt K10 – Cluster Living Reuse, dem „Haus (fast) ohne Heizung“ in Ingolstadt sowie der Sanierung und Aufstockung des Münchner „Gelben Blocks“. Die Projekte zeigen unterschiedliche Wege auf, wie bezahlbarer, klimaangepasster und ressourcenschonender Wohnraum entstehen kann.

Welche der neun Nominierten ins Finale einziehen und wer den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur 2026 erhält, wird am 21. Oktober im Rahmen des Forums Nachhaltige Architektur in Mannheim bekannt gegeben. Die feierliche Präsentation des Siegerprojekts erfolgt anschließend am 3. Dezember bei der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises in Düsseldorf.

Deutscher Nachhaltigkeitspreis Architektur 2026

Übersicht aller Nominierten, Jurybegründungen:
http://www.dgnb.de/dnp-architektur

Nominierte Projekte

Haus (fast) ohne Heizung, Ingolstadt

  • Bauherrin: Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH
  • Architektur: nbundm* *neuburger, bohnert und müller Architekten BDA und Stadtplaner Partnerschaft mbB

Josef-Schwarz-Schule, Heilbronn

  • Bauherrin: Schwarz Immobilienmanagement GmbH & Co. KG
  • Architektur: Behnisch Architekten

K10 – CLUSTER LIVING REUSE, Leipzig

  • Bauherrin: KLINGE ZEHN GmbH, Leipzig
  • Architektur: ASUNA – atelier für strategische und nachhaltige architektur – Dirk Stenzel
  • Weitere Projektbeteiligte: Hüls Ingenieure Tragwerke aus Holz; IEBW - Ing.Büro für Energieeffizientes Bauen und Wohnen; Klinge 10 e.V. + Praxis Klinge 10 eG

Leben im Gelben Block, München

  • Bauherrin: Wohnungsgenossenschaft München-West eG, München
  • Architektur: zillerplus Architekten und Stadtplaner GmbH, München
  • Weitere Projektbeteiligte: LEICHT GmbH (Tragwerksplanung); LEICHTphysics GmbH (Bauphysik); Schüller Landschaftsarchitekten (Freiraumplanung); TGA Planung für technische Gebäudeausrüstung GmbH (HLSE)

Moabiter Kinderhof, Berlin

  • Bauherr: Berlin, Bezirksamt Mitte, Abt. Jugend, Familie und Bürgerdienste/Jugendamt, Jugendhilfeplanung
  • Architektur: Kersten Kopp Architekten GmbH, Berlin
  • Weitere Projektbeteiligte: brandschutz plus GmbH (Brandschutzplanung); DELTA-i GmbH (Gebäudetechnik); Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB (Landschaftsarchitekt); IB Kaiser GmbH (Bauphysik); Pichler Ingenieure GmbH (Tragwerksplanung)

Neubau Feuerwache Kaiserswerth, Düsseldorf

  • Bauherrin: Stadt Düsseldorf, Stadtverwaltung Düsseldorf
  • Architektur: Buddenberg Tauchmann Architekten, Düsseldorf
  • Weitere Projektbeteiligte: Derichs und Konertz Baugesellschaft mbH & Co. KG; Landeshauptstadt Düsseldorf

Umbau naTo e.V., Leipzig

  • Bauherr: Soziokulturelles Zentrum naTo e.V. / Kulturamt der Stadt Leipzig
  • Architektur: SUMMACUMFEMMER Architekt*innen PartGmbB
  • Weitere Projektbeteiligte: Akib (Schallschutz); Brandschutzbüro Hahn (Brandschutz); Büro für Baustatik Förtsch (Tragwerksplanung); GW Plan (HLKSE); Ingenieurbüro Wieczorek (SiGeKo)

Verwalterinnenhaus, Komturei Werben, Werben (Elbe)

  • Bauherrin: Sabine Kühlcke
  • Architektur: AADA; AFEA; ammi; Patrick Holzer; undjurekbrüggen

ZERO., Stuttgart

  • Bauherrschaft: S111 GmbH; EEW GmbH
  • Architektur: RIEHLE KOETH
  • Weitere Projektbeteiligte: Alpha IC (Zertifizierung); CAPE Binder Hillnhütter Deisinger (Bauphysik); CPM GmbH Gesellschaft für Projektmanagement (Projektsteuerung); DEKRA (Brandschutz); Freiraumplanung Sigmund (Freianlagen); Kaufmann Bausysteme, Zimmerei Stark, Baumgarten GmbH, BS Holzmodulbau (Ausführung Holzbau); merz kley partner (Tragwerksplanung); Neher Butz Plus (ELT); Rothe Bauphysik (Bauakustik); Transplan Technik-Bauplanung (HLSK); Transsolar Energietechnik (Klimaengineering); VEES | PARTNER (Geotechnik)