Quelle: NABU/K. KarkowQuelle: NABU/K. Karkow

Hitze, Dürre, Starkregen und Überschwemmungen stellen Städte und Gemeinden zunehmend vor große Herausforderungen. Die Folgen reichen von gesundheitlichen Belastungen bis hin zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden. Vor diesem Hintergrund fordern der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB) und die Allianz „Gemeinsam für eine wasserbewusste Stadtentwicklung“ eine langfristig gesicherte Finanzierung von Maßnahmen zur Klimaanpassung und zum Hitzeschutz.

Nach Auffassung der Verbände sind Investitionen in klimaresiliente Städte keine freiwillige Zusatzaufgabe, sondern eine zentrale Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland. grün-blaue Infrastrukturen mit ausreichend Grünflächen, Wasserflächen, entsiegelten Arealen und leistungsfähigen Regenwassersystemen trügen dazu bei, Städte auch unter zunehmender Hitzebelastung funktionsfähig zu halten. Sie schützen die Gesundheit der Bevölkerung, sichern die Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten, reduzieren Folgekosten und steigern die Attraktivität von Standorten für Unternehmen und Fachkräfte.

Gleichzeitig verweisen die Verbände auf den wachsenden Handlungsdruck in den Kommunen. Während wasserwirtschaftliche Anlagen vielfach über Gebühren finanziert werden können, hängen Maßnahmen der Klimaanpassung – etwa die Anlage und Pflege von Stadtgrün – in der Regel von der allgemeinen Haushaltslage der Kommunen ab. Angesichts knapper Kassen seien langfristige und verlässliche Finanzierungsinstrumente erforderlich. Kurzfristige Förderprogramme könnten diese Aufgabe nicht dauerhaft erfüllen.

Der BDB und die Allianz fordern deshalb, Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe nach Artikel 91a des Grundgesetzes zu verankern. Dadurch könnten Bund, Länder und Kommunen dauerhaft gemeinsam Verantwortung übernehmen und Anpassungsmaßnahmen rechtlich abgesichert, strategisch abgestimmt und langfristig finanziert umsetzen. Die Bundesregierung müsse Hitzeschutz als wichtige Maßnahme zur Sicherung von Produktivität, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit ernst nehmen und entsprechende Investitionen dauerhaft ermöglichen.

Der BDB hat darüber hinaus mit dem „Resilienz-Bauplan“ einen Zehn-Punkte-Katalog mit Forderungen und Handlungsempfehlungen für krisenfeste Städte, Gemeinden, Gebäude und Infrastrukturen vorgelegt. Das Papier zeigt Wege auf, wie die gebaute Umwelt besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet werden kann.

Weitere Infos unter: www.baumeister-online.de/themen-positionen/klimagerechtes-planen-und-bauen/der-bdb-resilienz-bauplan/