Titel: Breites Bündnis begrüßt Start der IBA Berlin und fordert transparente Ausrichtung auf die Bauwende Untertitel: Test

Mit der Gründung der IBA GmbH am 27. Juli 2026 ist ein wichtiger Meilenstein für die Internationale Bauausstellung (IBA) Berlin 2034–2037 erreicht. Das Bündnis aus Fachverbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen begrüßt ausdrücklich, dass Berlin den Weg für eine neue IBA geebnet hat. Nun kommt es darauf an, das Projekt inhaltlich konsequent an den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts auszurichten.

Die IBA bietet die Chance, Berlin international als Modell für eine klima- und sozialgerechte Transformation des Bauens und der Stadtentwicklung zu positionieren. Das vom Senat formulierte Leitbild „Umbau, Weiterbau und gezielter Neubau“ weist dafür in die richtige Richtung. Entscheidend wird sein, diesen Anspruch nun auch mit Leben zu füllen.

Eine Internationale Bauausstellung ist weit mehr als ein Verwaltungsprojekt. Sie prägt über viele Jahre das Verständnis davon, wie wir künftig bauen, umbauen und unsere Städte weiterentwickeln. Deshalb kommt es jetzt darauf an, dass die personellen und inhaltlichen Weichen transparent, nachvollziehbar und mit breiter fachlicher Unterstützung gestellt werden.

Bereits im Vorfeld hatte das Bündnis ein transparentes Auswahlverfahren und eine breite fachliche Beteiligung bei der Besetzung der Führungsstrukturen angeregt. Eine Internationale Bauausstellung lebt vom Dialog unterschiedlicher Disziplinen und Perspektiven aus Architektur, Landschaftsarchitektur, Stadtplanung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Wir fordern daher, dass die Senatsverwaltung einen offenen Auswahlprozess unter Beteiligung dieser Akteur:innen ermöglicht. Da ein angemessenes Verfahren in der verbleibenden Zeit bis zur Abgeordnetenhauswahl im September 2026 aus unserer Sicht nicht gewährleistet werden kann, fordern wir Senator Gaebler auf, die Besetzung des Aufsichtsrats sowie der kuratorischen und inhaltlichen Geschäftsführung der IBA GmbH auf die Zeit nach der Wahl zu verschieben.

Aus Sicht des Bündnisses geht es bei der Besetzung zentraler Positionen darum, welches Verständnis diese Personen von Baukultur, Stadtentwicklung und gesellschaftlicher Transformation für die Berliner IBA national und international vertreten. Die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte verlangen einen konsequenten Fokus auf Bestand, Umbau, Kreislaufwirtschaft, Klimaschutz- und -anpassung, Suffizienz und soziale Gerechtigkeit. Die IBA kann und sollte zeigen, wie eine Bauwende in der Praxis gelingt und eine Plattform hierfür sein. Die kuratorische und inhaltliche Geschäftsführung der IBA GmbH durch eine:n oder mehrere Fachpersonen sollte diese Ziele praxisnah verkörpern.

Das Bündnis wird den weiteren Aufbau der IBA konstruktiv und kritisch begleiten und seine fachliche Expertise in den Prozess einbringen.

Beteiligte Verbände und Initiativen

Netzwerk AfA - Aktiv für Architektur

Architects for Future | Ortsgruppe Berlin

BDA - Bund Deutscher Architektinnen und Architekten

bdia - Bund Deutscher Innenarchitektinnen und Innenarchitekten e.V.

bdla - Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.

Bündnis Unsere Stadt

Hermann-Henselmann-Stiftung

Initiative StadtNeudenken

n-ails e. V.