Quelle: GEVQuelle: GEV

Nachhaltigkeit im Bauwesen lässt sich nur erreichen, wenn alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten. Dabei müssen nicht alle Akteure die gleichen Aufgaben übernehmen. Die Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte (GEV) konzentriert sich mit ihrem Emicode-Zeichen auf einen klar definierten Bereich: die Bewertung und Klassifizierung von Bauprodukten hinsichtlich ihrer Emissionen, insbesondere flüchtiger organischer Verbindungen (VOC). Damit ergänzt Emicode ganzheitliche Nachhaltigkeitsansätze wie das Zertifizierungssystem der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), das ökologische, ökonomische und soziale Kriterien über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes berücksichtigt.

Wie sich diese beiden Ansätze gegenseitig ergänzen, zeigen zwei neue Broschüren der GEV. Sie verdeutlichen, welche Rolle Emicode innerhalb nationaler und internationaler Gebäudezertifizierungssysteme spielt und wie die Kombination aus ganzheitlicher Gebäudezertifizierung und emissionsgeprüften Bauprodukten zu nachhaltigeren Gebäuden beiträgt.

Im DGNB-Zertifizierungssystem dient der Emicode unter anderem als anerkannter Nachweis für die Erfüllung von Anforderungen an die Innenraumqualität. Ziel ist es, potenziell gesundheitsgefährdende oder umweltschädliche Baustoffe zu vermeiden und durch wohngesunde Alternativen zu ersetzen. Damit unterstützt Emicode Planer, Architekten und Ausführende bei der Auswahl geeigneter Produkte und der erforderlichen Nachweisführung.

Auch auf internationaler Ebene ist das Emicode-Siegel etabliert. Im BREEAM-System wird es als anerkannte Alternative für den Nachweis von Anforderungen an die Raumluftqualität akzeptiert. Ebenso gelten Emicode-zertifizierte Bauprodukte im LEED-System außerhalb der USA als emissionsarme Materialien, die zur Erfüllung der dort geforderten Emissionsstandards beitragen können.

Der besondere Wert des Emicode liegt in seinen wissenschaftlich fundierten Emissionsnachweisen. Die Zertifizierung basiert auf genormten Prüfverfahren, bei denen Produkte in Messkammern unabhängiger und akkreditierter Prüfinstitute untersucht werden. Dadurch erhalten Anwender einen objektiven, transparenten und nachvollziehbaren Nachweis über die geringen Schadstoffemissionen eines Produkts. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere der Beitrag von Verlegewerkstoffen und Dichtstoffen zur Qualität der Innenraumluft.

Nachhaltigkeit umfasst jedoch weit mehr als den Umweltaspekt. Nach dem etablierten Drei-Säulen-Modell gehören dazu gleichermaßen ökologische, ökonomische und soziale Kriterien. Im ökologischen Bereich stehen Themen wie Ressourcenschonung, Schadstoffvermeidung, CO₂-Reduktion und Biodiversität im Fokus. Ökonomische Nachhaltigkeit zielt auf langlebige, energieeffiziente und flexibel nutzbare Gebäude ab. Die soziale Dimension umfasst den Schutz der Gesundheit und das Wohlbefinden von Bauarbeitern, Handwerkern und späteren Nutzern. Eine hohe Innenraumluftqualität spielt dabei eine zentrale Rolle.

Die Zusammenarbeit von Emicode mit ganzheitlichen Gebäudezertifizierungen wie DGNB, BREEAM oder LEED zeigt, wie spezialisierte Produktzertifizierungen und umfassende Nachhaltigkeitsbewertungen ineinandergreifen können. Während die Gebäudezertifizierung die Gesamtperformance eines Gebäudes bewertet, liefert Emicode den konkreten Nachweis für niedrige Schadstoffemissionen von Bauprodukten. Damit trägt das Siegel maßgeblich dazu bei, nachhaltiges Bauen in der Praxis einfacher, transparenter und nachvollziehbarer zu gestalten.

Mit DGNB und Emicode gemeinsam zum nachhaltigen Gebäude

https://www.emicode.com/wp-content/uploads/2026/05/Broschuere-DGNB-EMICODE-DE.pdf

Der Emicode in Zertifizierungssystemen zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden

https://www.emicode.com/wp-content/uploads/2026/05/Broschuere-EMICODE-und-Gebaeudezertifizierung-final.pdf