Ausgezeichnet: Umweltjuristin Dr. Roda Verheyen und Membranfilter-Ingenieur Dr. Klaus Vossenkaul erhalten 2026 den Deutschen Umweltpreis der DBU. Quelle: Felix Schmitt/Greenpeace, Markus Große Ophoff/DBUAusgezeichnet: Umweltjuristin Dr. Roda Verheyen und Membranfilter-Ingenieur Dr. Klaus Vossenkaul erhalten 2026 den Deutschen Umweltpreis der DBU. Quelle: Felix Schmitt/Greenpeace, Markus Große Ophoff/DBU

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) verleiht den Deutschen Umweltpreis 2026 an die Hamburger Umweltjuristin Dr. Roda Verheyen und den Ingenieur Klaus Vossenkaul, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens Membion. Der mit insgesamt 500.000 Euro dotierte Preis zählt zu den höchstdotierten Umweltauszeichnungen Europas und wird am 25. Oktober in Aachen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

Mit der Auszeichnung würdigt die DBU zwei unterschiedliche, aber komplementäre Ansätze für den Umwelt- und Klimaschutz. Roda Verheyen setzt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten dafür ein, Umwelt- und Klimaschutz rechtlich durchzusetzen. Als Anwältin, Beraterin und Sachverständige hat sie dazu beigetragen, dass Klima- und Umweltaspekte stärker in gerichtlichen Entscheidungen, Gesetzgebungsverfahren und politischen Debatten berücksichtigt werden. Die DBU hebt insbesondere ihren Einsatz für Menschen hervor, die von den Folgen des Klimawandels betroffen sind, sowie ihren Beitrag zum Schutz künftiger Generationen.

Der zweite Preisträger, Klaus Vossenkaul, erhält die Auszeichnung für die Weiterentwicklung einer energieeffizienten Membranfiltertechnologie zur Abwasserreinigung. Sein Unternehmen Membion hat ein modulares System entwickelt, das Mikroplastik, Krankheitserreger und andere Schadstoffe besonders wirksam aus dem Abwasser entfernt. Die Technologie soll dazu beitragen, die steigenden Anforderungen an die kommunale Abwasserbehandlung zu erfüllen und Gewässer besser zu schützen. Bereits heute kommt sie in industriellen Anwendungen zum Einsatz und bildet das technische Herzstück einer großen Membran-Kläranlage, die derzeit in Wolfsburg entsteht. „Das ist GreenTech made in Germany und hat das Zeug zum Exportschlager“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.

Nach Angaben der DBU stehen beide Preisträger beispielhaft für innovative Lösungen angesichts der Herausforderungen des Klimawandels: Verheyen auf dem Feld der Rechtsdurchsetzung und Klimagerechtigkeit, Vossenkaul mit technischen Innovationen für eine nachhaltigere Wasserwirtschaft.