Zirkuläres Bauen: Bauen neu denken
Aluminium spielt eine wichtige Rolle beim zukunftsgerechten Bauen. Dank der endlosen Recycelbarkeit lassen sich mit dem Werkstoff wertvolle Ressourcen einsparen und CO2-Emissionen reduzieren. Wir bieten vor diesem Hintergrund schon heute Fenster- und Fassadensysteme aus bis zu 100 % End-of-Life-Aluminium. So wird echte Kreislaufwirtschaft mit Aluminium zur gebauten Realität. Nach Angaben des Europäischen Komitees für Normung Nachhaltiges Bauen (CEN/TC 350) werden 50 % der aus der Erde gewonnenen Materialien für Gebäude verwendet. Während ihres Lebenszyklus sind Gebäude der größte Energieverbraucher: Sie verbrauchen fast die Hälfte der Primärenergie und verursachen etwa 40 % aller Treibhausgasemissionen in Europa. Abfälle, die aus Baumaterialien entstehen, machen 25 % des gesamten Abfallaufkommens aus.
Vor diesem Hintergrund kommt auch dem Aluminium als wichtiger Werkstoff im Gebäudesektor ein besonderer Stellenwert zu. Von weltweit rd. 86 Mio. t (Basis: 2021) verbrauchten Aluminiums entfielen 25 % auf den Bausektor. So spielt das Recycling eine zentrale Rolle, denn: Aluminium ist eines der wenigen Materialien, das seine Eigenschaften und die Qualität nach der Wiederaufbereitung komplett beibehält. Ein bedeutender Vorteil ist zudem, dass beim Recycling von Aluminium nur etwa 5 % der Energie aufgewendet werden müssen. Daher kann nur das Ziel sein, die Verwendung von End-of-Life-Aluminium weiter deutlich zu steigern. Denn aktuell entfallen immer noch rd. 75 % der weltweiten Produktion auf Primär-Aluminium – also Material, das in einem aufwendigen und energieintensiven Prozess aus Bauxit hergestellt wird .
Echte Kreislaufwirtschaft mit End-of-Life Aluminium
Zirkuläres Bauen: Bauen neu denken
www.kap-forum.de/zirkulaeres-bauen-teil-01
KAP-Initiative Zirkuläres Bauen
Das Kölner KAP FORUM um Andreas Grosz und Tobias Groß sowie Architekt und Madaster-Botschafter Gerhard G. Feldmeyer wollen in vier KAP-Newsletterfolgen das zirkuläre Bauen aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Die Beiträge bilden nahezu alle Bereiche des zirkulären Bauens ab: Projektentwickler, Finanzbranche, Architekten, Produzenten, Bauwirtschaft, Berater, Kommunen, Start-ups oder Politik. Der Austausch von Ideen und Lösungen steht im Vordergrund. Die nbau unterstützt diese Initiative gerne, publiziert Einführungen zu allen KAP-Beiträgen Zirkuläres Bauen in loser Folge und verlinkt auf die Langfassungen.