Dänemark und die Niederlande zeigen, wie es geht
Der Bausektor trägt erheblich zu den globalen CO₂-Emissionen bei. Aktuelle Entwicklungen in Dänemark und den Niederlanden zeigen, wie durch innovative Tragwerksplanung und Circular Structural Design signifikante Emissionsreduktionen erreicht werden können.
Dänemark: Strengere CO2-Emissionsanforderungen für neue Gebäude
Ab Juli 2025 reduziert Dänemark die CO₂-Grenzwerte für Neubauten weiter, differenziert nach Gebäudetypen. Beispielsweise wird für Bürogebäude der Grenzwert von derzeit 12,0 auf dann 7,5 kg CO₂-eq/m²a gesenkt. Zudem werden erstmals Emissionen aus Bauprozessen mit einem separaten Grenzwert von 1,5 kg CO₂-eq/m²a berücksichtigt.
www.acembee.com/resources/stricter-co2-emissions-requirements-for-new-buildings-in-denmark-a-step-towards-sustainable-construction
Niederlande: Anpassungen des Umweltkostenindikators (MPG)
Die Niederlande überarbeiten den Umweltkostenindikator (MPG) für Gebäude. Ab 2025 wird der Schwellenwert von 0,8 auf 0,5 gesenkt. Neu ist die verpflichtende Berücksichtigung der Umweltauswirkungen von Abriss und Abfallbehandlung (Modul C) sowie des Potenzials für zukünftige Wiederverwendung (Modul D). Zudem steigt der CO₂-Schattenpreis von 50 Euro/t auf 116 Euro/t. Diese Maßnahmen fördern die Transparenz und treiben Innovationen im Bausektor voran.
https://milieudatabase.nl/en/environmental-performance/environmental-performance-calculation
Die Tragwerksplanung spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung dieser Vorgaben. Durch Circular Structural Design können Materialflüsse optimiert, Konstruktionen für eine spätere Wiederverwendung entworfen und Abfälle minimiert werden. Dies führt zu nachhaltigeren und wirtschaftlicheren Gebäuden.
Die Beispiele aus Dänemark und den Niederlanden verdeutlichen, dass ein Umdenken im Bauwesen notwendig ist. Die Tragwerksplanung wird dabei zur treibenden Kraft für klimafreundliches Bauen.